Düngeverordnung

Bodenproben und Nmin planen: Was die Düngeverordnung verlangt

Nmin-Probe im Frühjahr, Grunduntersuchung auf Phosphat alle sechs Jahre: wann Bodenproben fällig sind, wie sie gezogen werden und wie die Werte in die Düngebedarfsermittlung eingehen.

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Traktor mit Güllefass und Schleppschlauch bei der Ausbringung auf Grünland
Foto: Mirko Fabian / Unsplash

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Nmin-Wert geht in jede Stickstoff-Düngebedarfsermittlung ein: aus eigener Probe oder aus den Richtwerten des Landes.
  • Die Nmin-Probe wird im zeitigen Frühjahr vor der ersten Düngung gezogen, bei den meisten Ackerkulturen in 0 bis 90 cm.
  • Phosphat muss für jeden Schlag ab einem Hektar mindestens alle sechs Jahre untersucht werden.
  • Wer die Proben im Winter plant, hat die Werte rechtzeitig für die DBE im Februar.

Zwei Arten von Bodenproben

Nmin-ProbeGrunduntersuchung
WofürStickstoff-Düngebedarf der laufenden KulturPhosphat, Kali, Magnesium, pH-Wert, Humus
Wannzeitiges Frühjahr, vor der ersten N-Düngungnach der Ernte bis Winter, möglichst immer zur gleichen Zeit
Tiefemeist 0–30, 30–60 und 60–90 cmAcker 0–30 cm (Krume), Grünland 0–10 cm
Wie oftjedes Jahr, sofern keine Richtwerte genutzt werdenPhosphat mindestens alle 6 Jahre je Schlag ab 1 ha
Probegekühlt und schnell ins Laborluftgetrocknet zulässig

Nmin: eigene Probe oder Richtwert

Für die Düngebedarfsermittlung darf statt einer eigenen Probe der Nmin-Richtwert genutzt werden, den die Landwirtschaftskammer oder Landesanstalt jedes Frühjahr für Kultur und Region veröffentlicht. Für viele Schläge ist das ausreichend.

Eine eigene Probe lohnt sich, wo der Schlag vom Durchschnitt abweicht: nach Gülle im Herbst, nach Leguminosen, nach Gemüse oder auf humosen Böden. Im roten Gebiet verlangen manche Länder eigene Untersuchungen. Den Nmin-Wert tragen Sie dann direkt in unseren Düngebedarfsrechner ein.

So wird die Probe richtig gezogen

  • Je Schlag oder einheitlicher Teilfläche eine Mischprobe aus 15 bis 20 Einstichen, gleichmäßig über die Fläche verteilt
  • Vorgewende, Mieten- und Lagerplätze, Futterplätze und nasse Senken auslassen
  • Nmin-Proben getrennt nach Tiefe abfüllen, kühlen und noch am selben oder nächsten Tag ins Labor
  • Probenbeutel mit Schlagname, Datum und Tiefe beschriften und im Schlagverzeichnis vermerken

Was mit den Ergebnissen passiert

Der Nmin-Wert wird vom Stickstoffbedarfswert abgezogen. Die Phosphatgehalte bestimmen, wie viel Phosphat gedüngt werden darf: Bei hoch versorgten Böden über 20 mg P₂O₅ je 100 g Boden (CAL-Methode) höchstens so viel, wie die Kultur voraussichtlich abfährt.

Laborbefunde gehören zur Düngedokumentation und werden sieben Jahre aufbewahrt. Wir ordnen die Befunde den Schlägen zu, übernehmen die Werte in die Düngebedarfsermittlung und behalten fällige Grunduntersuchungen im Blick.

Häufige Fragen

Wann muss die Nmin-Probe gezogen werden?

Im zeitigen Frühjahr vor der ersten Stickstoffgabe, je nach Region und Witterung meist von Ende Januar bis März. Der Boden sollte nicht gefroren und nicht wassergesättigt sein.

Wie oft muss ich Bodenproben nehmen?

Phosphat für jeden Schlag ab einem Hektar mindestens alle sechs Jahre. Für Stickstoff jedes Jahr, entweder als eigene Nmin-Probe oder über den Richtwert des Landes.

Muss ich Nmin selbst untersuchen lassen?

In der Regel nicht, die Richtwerte des Landes reichen. In roten Gebieten oder bei besonderen Schlägen kann eine eigene Probe vorgeschrieben oder sinnvoll sein.

Die genannten Termine und Anforderungen gelten als Regelfall und können sich je nach Bundesland und Jahr unterscheiden. Für Ihren Betrieb prüfen wir die verbindlichen Vorgaben im Einzelfall. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

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