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Agrardiesel-Rückvergütung 2026: Frist, Satz und Antrag

Dieselrückvergütung 2026: Der Agrardieselantrag für den Verbrauch 2025 muss bis 31. Dezember 2026 beim Hauptzollamt sein. Frist, Vergütungssatz, Rechner, Antrag 1140/1142 im Zoll-Portal und Nachweise.

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Traktor mit Kartoffellegemaschine auf dem Acker
Foto: Wolfgang Weiser / Unsplash

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Vergütung gibt es nur auf Antrag beim Hauptzollamt, nicht automatisch.
  • Begünstigt ist ausschließlich der Diesel, der in land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten verbraucht wurde.
  • Die Antragsfrist ist eine Ausschlussfrist. Nach Ablauf ist der Anspruch endgültig verloren.
  • Wer Lieferscheine laufend erfasst, hat am Ende des Jahres nichts nachzuarbeiten.

Rechner: Wie viel Agrardiesel-Rückvergütung bekommen Sie?

Rückvergütung
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Vergütungssatz
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Antrag beim Hauptzollamt bis
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Zum Vergleich mit vollem Satz (21,48 ct/l)
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Maßgeblich ist die Menge, die in begünstigten Arbeiten verbraucht wurde, belegt durch Lieferscheine und Rechnungen. Nicht begünstigte Fahrten und Mengen aus gewerblichen Nebenbetrieben ziehen Sie vorher ab. Der Rechner rechnet nur im Browser, es wird nichts gesendet.

Wer die Vergütung beantragen kann

Die Agrardieselvergütung heißt im Alltag auch Dieselrückvergütung oder, nach dem alten Namen, Gasölverbilligung. Gemeint ist immer dieselbe Steuerentlastung nach § 57 Energiesteuergesetz. Anspruchsberechtigt sind Betriebe der Land- und Forstwirtschaft für Gasöl, das in begünstigten Arbeiten eingesetzt wurde. Dazu zählen die klassischen Feldarbeiten von der Bodenbearbeitung bis zur Ernte sowie Transporte, die unmittelbar zum Betrieb gehören.

Nicht begünstigt sind Fahrten, die keinen landwirtschaftlichen Bezug haben, sowie der Einsatz in gewerblichen Nebenbetrieben. Wer Lohnarbeiten für Dritte ausführt, muss sauber abgrenzen.

Welche Nachweise das Hauptzollamt sehen will

Grundlage sind die Rechnungen und Lieferscheine des Kraftstoffhändlers. Aus ihnen muss sich die bezogene Menge für das Antragsjahr ergeben.

Bei gemischter Nutzung erwartet der Zoll eine nachvollziehbare Aufteilung. Eine grobe Schätzung reicht nicht. Wer Betriebszweige mit unterschiedlichem Status hat, sollte den Verbrauch getrennt erfassen.

  • Rechnungen und Lieferscheine des gesamten Antragsjahres
  • Angaben zur bewirtschafteten Fläche und zum Betriebszweig
  • Bei gemischter Nutzung eine nachvollziehbare Abgrenzung der Mengen
  • Bei erstmaliger Antragstellung die Betriebsdaten und die Vollmacht, falls ein Dritter einreicht

Die Frist ist der kritische Punkt

Der Antrag für ein Kalenderjahr ist im Folgejahr zu stellen, bis zum 31. Dezember. Diese Frist ist eine Ausschlussfrist.

Das bedeutet: Es gibt keine Nachsicht, keine Wiedereinsetzung und keinen Härtefall. Wer den Termin verpasst, verliert die Vergütung für das gesamte Jahr, unabhängig davon, wie gut die Belege sind.

Genau deshalb gehört dieser Termin in einen schriftlichen Fristenplan und nicht in den Kopf.

Frist: Welcher Verbrauch bis wann beantragt sein muss

Die Frist läuft bis zum 31. Dezember des Folgejahres. Der Diesel des Jahres 2025 muss also bis zum 31. Dezember 2026 beantragt sein, der Diesel des Jahres 2026 bis zum 31. Dezember 2027. Maßgeblich ist das Kalenderjahr, in dem der Diesel verbraucht wurde, nicht das Lieferdatum – und der Eingang beim Hauptzollamt, nicht das Absendedatum.

Der Vergütungssatz je Liter wurde in den vergangenen Jahren mehrfach geändert: Für 2024 und 2025 galten abgesenkte Sätze (für Verbrauch 2025 noch 6,44 Cent je Liter), für Diesel ab 2026 gilt wieder der volle Satz von 21,48 Cent je Liter. Welcher Satz für Ihr Antragsjahr gilt, prüfen wir bei der Antragstellung – die beantragte Summe muss zum Jahr passen, sonst kommt der Bescheid mit Korrektur zurück.

Wohin der Antrag geht: Formular und zuständiges Hauptzollamt

Grundlage sind die amtlichen Vordrucke 1140 (ausführlicher Antrag) und 1142 (vereinfachter Antrag auf Steuerentlastung für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft); die Selbsterklärung zu staatlichen Beihilfen (Vordruck 1139) ist darin integriert. Gestellt wird der Antrag seit dem 1. Januar 2024 elektronisch über das Zoll-Portal. Dafür braucht der Betrieb ein Konto im Zoll-Portal – wer es noch nicht hat, sollte die Registrierung nicht auf die letzten Dezembertage legen.

Zuständig ist das Hauptzollamt, in dessen Bezirk der Betrieb seinen Sitz hat – nicht das nächstgelegene und nicht das, in dessen Bezirk die meisten Flächen liegen. Welche Dienststelle das ist, zeigt die Dienststellensuche auf zoll.de. Ein Antrag beim falschen Hauptzollamt wird zwar weitergeleitet, kostet aber Zeit, die kurz vor der Frist fehlt.

  • Antrag (Vordruck 1140 oder 1142) vollständig ausfüllen, Menge aus Lieferscheinen und Rechnungen belegen
  • Betriebsdaten, Flächen und gegebenenfalls die Abgrenzung nicht begünstigter Mengen angeben
  • Über das Zoll-Portal einreichen und die Eingangsbestätigung ablegen
  • Bei Vertretung durch einen Dienstleister: Vollmacht beifügen

Was die Sache im Alltag einfach macht

Der Aufwand entsteht nicht beim Antrag, sondern beim Zusammensuchen der Belege. Wer die Lieferscheine über das Jahr in verschiedenen Ordnern und im Schlepper ablegt, verbringt im Herbst Stunden mit der Suche.

Fotografieren Sie den Lieferschein direkt bei der Anlieferung und legen Sie ihn digital ab. Am Jahresende steht die Menge dann ohne Nacharbeit fest. Genau so richten wir das bei unseren Kunden ein.

Häufige Fragen

Lohnt sich der Antrag auch bei geringem Verbrauch?

Meistens ja, sofern die Belege ohnehin vorliegen. Der Aufwand ist dann gering. Im Erstgespräch rechnen wir Ihnen aus, was für Ihren Betrieb zusammenkommt.

Lohnt sich der Antrag für 2025 trotz nur 6,44 Cent je Liter?

In der Regel ja. Neben dem Geld geht es um das Verfahren: Wer ein Jahr aussetzt, wird beim nächsten Antrag vom Hauptzollamt in der Regel wie ein Erstantragsteller behandelt und muss alle Angaben neu nachweisen. Für Diesel ab 2026 gibt es wieder die vollen 21,48 Cent je Liter.

Wie hoch ist die Dieselrückvergütung 2026?

Für Diesel, der 2025 verbraucht wurde und bis 31. Dezember 2026 beantragt wird, gibt es 6,44 Cent je Liter. Für Diesel ab 1. Januar 2026 gilt wieder der volle Satz von 21,48 Cent je Liter, beantragt bis 31. Dezember 2027. Bei 10.000 Litern sind das 644 Euro für 2025 und 2.148 Euro für 2026.

Wo finde ich das Formular für die Agrardieselvergütung?

Die Vordrucke 1140 und 1142 stehen im Formularcenter des Zolls bereit, der Online-Antrag im Zoll-Portal. Wer den Antrag über uns stellt, bekommt ihn fertig ausgefüllt zur Prüfung.

Gilt die Vergütung auch für Diesel, den der Lohnunternehmer verfährt?

Für Diesel, den der Lohnunternehmer aus seinem eigenen Tank einsetzt, stellt der Lohnunternehmer den Antrag als land- und forstwirtschaftlicher Dienstleister. Tankt er auf Ihrem Hof aus Ihrem Tank, gehört die Menge in Ihren Antrag. Die Abgrenzung sollte im Lieferschein oder in der Rechnung erkennbar sein.

Kann ich für mehrere zurückliegende Jahre gleichzeitig beantragen?

Nur für Jahre, deren Frist noch nicht abgelaufen ist. Abgelaufene Jahre sind endgültig verloren. Wir prüfen, welche Jahre bei Ihnen noch offen sind.

Die genannten Termine und Anforderungen gelten als Regelfall und können sich je nach Bundesland und Jahr unterscheiden. Für Ihren Betrieb prüfen wir die verbindlichen Vorgaben im Einzelfall. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

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