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Pflanzenschutzrechner: Spritzbrühe, Tankfüllungen und Mittel je Tank

Wie viele Tankfüllungen brauchen Sie, und wie viel Mittel kommt in jede Füllung? Der Rechner rechnet Spritzbrühe, volle Füllungen und die Restfüllung, auch für Tankmischungen mit mehreren Mitteln.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Mittel je Füllung = Aufwandmenge (l/ha) × Behälterfüllung (l) ÷ Wasseraufwand (l/ha).
  • Der Rechner zeigt Spritzbrühe gesamt, Zahl der Füllungen, Fläche je Füllung und die Menge für die letzte, kleinere Füllung.
  • Mehrere Mittel für eine Tankmischung lassen sich nebeneinander rechnen, Mittelnamen kommen aus der BVL-Datenbank.
  • Zulässige Aufwandmengen, Wasseraufwand und Auflagen stehen in der Zulassung. Die prüfen Sie in der Pflanzenschutzmittel-Datenbank.

Mittel

Spritzbrühe gesamt
–
Tankfüllungen
–
Fläche je voller Füllung
–
Letzte Füllung
–

Mittelnamen kommen aus der offenen BVL-Datenbank. Aufwandmenge, Wasseraufwand und Auflagen stehen in der Zulassung und Gebrauchsanleitung; die prüfen Sie in unserer Pflanzenschutzmittel-Datenbank.

So rechnen Sie die Mittelmenge je Tankfüllung

  • Spritzbrühe gesamt = Wasseraufwandmenge (l/ha) × Fläche (ha)
  • Fläche je Füllung = Behälterfüllung (l) ÷ Wasseraufwandmenge (l/ha)
  • Mittel je volle Füllung = Aufwandmenge (l/ha) × Fläche je Füllung (ha)
  • Letzte Füllung = restliche Fläche × Wasseraufwand, Mittel entsprechend anteilig

Beispiel: 30 ha, 200 l/ha Wasser, 3.000 l Behälter. Das sind 6.000 l Spritzbrühe in zwei Füllungen zu je 15 ha. Bei 1,0 l/ha Fungizid kommen 15 l Mittel in jede Füllung, insgesamt 30 l.

Bei 32 ha wären es 6.400 l: zwei volle Füllungen mit je 15 l Mittel und eine dritte Füllung mit 400 l Wasser und 2 l Mittel für die restlichen 2 ha.

Restmengen vermeiden

Wer die letzte Füllung genau rechnet, hat am Ende kaum Brühe übrig. Planen Sie die technische Restmenge Ihrer Spritze mit ein, die steht in der Betriebsanleitung. Unvermeidbare Reste werden nach guter fachlicher Praxis verdünnt auf der zuvor behandelten Fläche ausgebracht, nie auf dem Hof oder in die Kanalisation.

Achten Sie bei Tankmischungen auf die Mischbarkeit und die Reihenfolge der Zugabe laut Gebrauchsanleitung, und auf die Abstandsauflagen zu Gewässern. Welche Gewässer an Ihren Schlägen liegen, zeigt die Agrarkarte NRW.

Die Behandlung dokumentieren

Jede Pflanzenschutzmaßnahme muss aufgezeichnet werden: Mittel, Aufwandmenge, behandelte Fläche, Kultur, Datum und Anwender. Die Angaben aus dem Rechner, also Fläche, Menge und Wasseraufwand, sind genau das, was in die Dokumentation gehört. Anwenden darf nur, wer einen gültigen Sachkundenachweis hat.

Wir führen die Pflanzenschutzdokumentation für Ihren Betrieb und gleichen jede Anwendung mit der aktuellen Zulassung ab.

Häufige Fragen

Wie viel Mittel kommt in einen 3.000-Liter-Tank?

Aufwandmenge mal 3.000 geteilt durch die Wasseraufwandmenge. Bei 1,2 l/ha Mittel und 300 l/ha Wasser reicht eine Füllung für 10 ha, also kommen 12 l Mittel hinein.

Was bedeutet Aufwandmenge?

Die Aufwandmenge ist die Menge Pflanzenschutzmittel je Hektar, in l/ha oder kg/ha. Die zulässige Höchstmenge je Anwendung steht in der Zulassung und auf der Gebrauchsanleitung.

Kann ich Mittel in ml oder Gramm rechnen?

Ja. Für jedes Mittel lässt sich die Einheit wählen: l/ha, kg/ha, ml/ha oder g/ha. Das Ergebnis erscheint in derselben Einheit.

Woher kommen die Mittelnamen?

Aus der offenen Pflanzenschutzmittel-Datenbank des BVL. Vorgeschlagen werden nur zugelassene Mittel. Der Name dient der Übersicht, gerechnet wird mit der Aufwandmenge, die Sie eingeben.

Die genannten Termine und Anforderungen gelten als Regelfall und können sich je nach Bundesland und Jahr unterscheiden. Für Ihren Betrieb prüfen wir die verbindlichen Vorgaben im Einzelfall. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

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